Begriffserklärung

Der Begründer ist der Neurologe, Psychiater Johannes Heinrich Schulz.
Autogenes Training ist eine konzentrierte Selbstentspannungsmethode, die mit den bildhaften Elementen von Ruhe, Schwere, Wärme arbeitet.
Die Methode dient dem Spannungsausgleich, hat einen Gewöhnungseffekt und ist als Kurzmethode einsetzbar. Über die Wirkung von Entspannung werden körpereigene Vorgänge im vegetativen Nervensystem positiv beeinflusst. Gleichzeitig kann sich die Veränderung auf die Psyche in Richtung innere Ausgeglichenheit, Ruhe und Erholung auswirken. Das Autogene Training ist ein positiver Gegenpol zu dem im Körper autonom ablaufenden Fluchtmechanismus bei Stress. Es ist daher Bestandteil der psychosomatischen Grundversorgung.

In der Oberstufe vom autogenen Training wird das bildhafte Vorstellungsvermögen weiter entwickelt, eigene Suggestionen formuliert und in der Entspannungsphase mit einbezogen. Beim Üben werden zusätzlich verschiedene Sinne angesprochen, gefördert und zur Vertiefung der Entspannung sowie des Bilderlebens genutzt. In diesem entspannten Zustand können die Selbsterkenntnis und die Persönlichkeitsbidlung gefördert werden. Damit wird ein konstruktiver Ausgleich zu der bewußten Willensanstrengung angebahnt. Im wörtlichen Sinne bilden sich neue Erfahrungsbahnen im Gehirn, so dass in Stresssituationen, aber auch im Alltag die Kraft und das Wissen des Unterbewusstseins genutzt werden kann.

autonom- unabhängig von willentlicher Beeinflussung
Vegetatives Nervensystem- bestehend aus Nervenzentren im Gehirn und Rückenmark und den peripheren Nervenfasern, welche zu den inneren Organen gehen und autonom arbeitet.

Die Meditation hat religiöse Wurzeln und ist in vielen fernöstlichen aber auch westlichen Traditionen eingebettet. Ein Gebet kann z. B. eine Form von Meditation sein. Manchmal wird die Meditation auch der Esoterik zugeordnet.

Sie kann jedoch auch ganz ohne dogmatisches Beiwerk, nach wissenschaftlichen Untersuchungen in ihrer Wirkung dargestellt werden. Meditation ist abgeleitet vom lateinischen meditatio, was nachdenken, nachsinnen und überlegen bedeutet. Eine Verbindung mit dem lateinischen Wortstamm mederi „heilen“ ist möglich. Es gibt verschiedene Meditationsformen deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sich der Geist durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen beruhigen und sammeln soll. Das Anliegen der Entspannung steht nicht im Vordergrund. Bewusst und völlig ungestört in seinem eigenen Wesen ruhen. Eins sein, im Hier und Jetzt sein, frei sein von störenden Gedanken und diese Fähigkeit der inneren Haltung in das Handeln zu übertragen. Meditation ist geprägt von der Haltung des Geschehenlassen oder Zulassen und in ihrer ursprünglichsten Form in der Absichtslosigkeit. Meditation als Lebenseinstellung.

In östlichen Kulturen gilt sie als eine bewusstseinserweiternde Übung mit dem Ziel der Erleuchtung. In unterschiedlichen Langzeitstudien ist festgestellt worden, dass Meditierende seltener krank werden. Sie wirkt z. B. wie andere Entspannungsverfahren auf das vegetative Nervensystem, der Blutdruck und der Puls sinken. Auch die Gehirnwellen werden verändert. Das Gehirn ist ruhiger und gleichzeitig leistungsfähiger. Meditation wird daher besonders zur Gesundheitsvorsorge empfohlen. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass es leicht zu erlernen ist und sich problemlos in den Alltag integrieren lässt. Bei allen Meditationsformen ist der Zugang die gegenwärtige Empfindung und Erfahrung. Im praktischen Einsatz ist es möglich sie als subjektives Werkzeug, für Selbsterforschung, Selbstregulation und Selbsterkenntnis zu nutzen. Daraus ergeben sich für den Gebrauch der Meditation ein weiter Anwendungsbereich.

Benannt nach dem Begründer, dem israelischen Physiker und Verhaltensforscher: Moshe Feldenkrais

Ist eine Lernmethode, die sich am Bewegungslernen der Kinder orientiert. Wenn Kinder lernen, beziehen sie die Bewegung neben anderen Sinnesempfindungen wie hören, sehen, fühlen, berühren und riechen in ihr Erleben ein. Das Erfahrene bekommt eine Bedeutung und kann über die einzelnen Empfindungen bewusst oder unbewusst wieder abgerufen werden. Dem Menschen ist die Fähigkeit gegeben, Bewegung bewusst wahrzunehmen, um auszuwählen. Das Nervensystem hilft, die wahrgenommene Bewegung zu koordinieren und zu einem Bewegungsmuster zusammen zu setzen. Die Tätigkeit des Gehens schließt ein Kind als Bewegungsmuster im Wesentlichen mit ungefähr 10 Jahren ab. In der Zwischenzeit aber auch noch später, können als besser empfundene Bewegungsvarianten in das Bewegungsmuster aufgenommen werden. Das Gehirn wählt dabei nach dem Prinzip der Leichtigkeit aus. Es bezieht z. B. den Muskelkraftaufwand und die reibungslos ineinander greifende Kombination der einzelnen Körperteile in seine Auswahl mit ein. Über die Feldenkraismethode ist es möglich, Bewegungsmuster in ihrer Verbindung zu erleben und Verbesserungen der Beweglichkeit aufzunehmen.

Die Unterrichtsstunde hat einen strukturierten Aufbau, teilweise findet sie in Ruhe und teilweise in einem experimentier- freudigen Rahmen statt. Das Ergebnis ist oft mit einem Aha Effekt verbunden, der sich an eine leichte und fliesende Bewegungsempfindung koppelt.

Eine ganzheitliche Auffassung des Menschen ist die Grundhaltung der Tanz- und Ausdruckstherapie.
Fühlen, Denken, Bewegen, Sprechen und Handeln sowie die damit verbundene An- und Entspannung bilden eine Einheit im Menschen. Individuell sucht jeder Mensch eine gute Bindung zu sich, zu Anderen und zu der ihm umgebenden sozialen Gemeinschaft und Natur. Die Erfahrungen, welche der Einzelne in seinem Leben gemacht hat, wirken auf seine Lebensgestaltung mit ein. Jeder Mensch hat grundsätzlich das Bestreben, im inneren und äußeren Gleichgewicht zu sein. Es gibt gute und funktionale Lebensgestaltungen und weniger funktionale, welche die Lebensqualität und die Glücksfähigkeit erheblich einschränken können. Hier setzt die Tanz- und Ausdruckstherapie mit ihrem tiefenpsychologischen Ansatz an.

Die Methode bezieht sich auf die psychoanalytische Annahme, dass in jedem Menschen ein dynamisch wirkendes Unbewusstes aktiv ist, welches der Bewusstheit zugänglich aktiv zu einem Lösungs- und Heilungsprozess beitragen kann.

Im Tanz ist es möglich, dem einen Ausdruck zu verleihen, was über die Sprache und dem Bewusstsein nicht möglich ist. Durch die Gestaltung der Tanzbewegungen und deren Symbolgehalt, spiegeln sich die emotionalen Belange des Einzelnen wieder. Bewegung befreit, fördert das Körperbewusstsein sowie den Ausdruck und das Bewusst werden von verdrängten Gefühlen. Werden verdrängte Gefühle erfahren und ausgedrückt kann dies zu einem Entwicklungsprozess führen, welcher der ganzheitlichen Integration dient.

Alle Bewegungsangebote sind persönlich oder auf die Gruppe abgestimmt.

Psychoanalyse– Gründer: Sigmund Freud. Ist eine Therapieform mit der die unbewusste Bedeutung seelischer Vorgänge aufgeschlüsselt werden kann. („Tiefenpsychologie“).
Des Weiteren befasst sich die Methode mit der Aufdeckung von unbewusster Konflikten und Wünschen.
Symbol: Sinnbild – für einen nicht wahrnehmbaren Gegenstand oder Sachverhalt.

Trance: engl.:
Traumzustand, angeborener Bewusstseinszustand mit besonderen Merkmalen.
Hypnose: Begriffssammlung für Methoden die zur bewussten Einleitung von Trance dienen.
bewusst- im Gegensatz zu unbewusst: Gewahr sein; zu fühlen, zu empfinden, zu wissen was man tut u. warum.
Der Mensch hat die Fähigkeit, das angeborene Phänomen der Trance zu erfahren z. B. beim Abschweifen der Gedanken in Tagträume. Bei vielen Naturvölkern wird der Trancezustand genutzt z. B. beim Trancetanz. Vom griechischen Gott des Schlafes „Hypnos“ leitet sich das Wort Hypnose ab. Die moderne Form der Hypnose hat nichts mit Schlaf zu tun und wird auf den Arzt Franz Anton Mesmer zurückgeführt. Ihre Verwendung in der Psychotherapie hat sich über die Zeit gewandelt. Ein bedeutender Umschwung im Theoriegebäude der Psychotherapie kam mit dem Arzt und Tiefenpsychologen Sigmund Freud. Erstmals wurde der Wirkung des Unterbewusstseins eine zentrale Rolle zuteil. Eine entscheidende Wende in der Hypnosetherapie kam durch die Hypnoseforschung und den amerikanischen Psychotherapeuten und Hypnoseforscher Milton Erickson.
Angewandte, medizinische Hypnose nutzt das Trancephänomen und leitet die Trance bewusst und gewollt ein. Die Aufmerksamkeit wird dabei von außen nach innen gelenkt. Es ist ein besonders wacher, lernfähiger und aktiver Bewusstseinszustand, der jederzeit unterbrochen werden kann. Hier erfolgt die Auseinandersetzung mit den unbewussten Erfahrungen. Der Klient wird angeleitet, selbstorganisatorisch eigene Ziele und Lösungswege zu finden. Zu bearbeitende innere Bilder können konstruktiv verändert und verankert werden. Der gesamte Therapieablauf findet in Kooperation mit dem Wissen und Lösungsfähigkeit des Unbewussten statt. Auftauchende Störungen oder Symptome sind Lösungsversuche. Bewusst und effektiv eingesetzt sind sie sehr oft wichtige Erfahrungsmomente, welche der Selbstverwirklichung dienen und zu einer ganzheitlichen Balance hinführen.

Begründer: Amerikanischer Arzt Edmund Jacobson
Progressive Muskelentspannung ist ein systematisch aufgebautes Muskelentspannungstraining, das zur Kurzentspannung geeignet ist. Die Methode arbeitet mit der abwechselnden An- und Entspannung gezielter Muskelgruppen. Diese spielen nicht nur für die Bewegung eine Rolle, sie beschützen und begrenzen die inneren Organe und haben eine Auswirkung auf das Herz- Kreislaufsystem. Das Grundübungskonzept spricht 17 Muskelgruppen an. Durch die Übungen kann das Körperbewusstsein verbessert und frühzeitig aktiv auf beginnende Verspannung mit Lockerung der Muskeln reagiert werden. Zum Erlernen des Verfahrens ist es notwendig, die Übungen zu wiederhohlen, zu trainieren und sich dabei für eine bestimmte Zeitspanne auf den Körper zu konzentrieren. Ein Training, das sich lohnt und mit einem entspannten Körpergefühl belohnt.
Progressive Muskelentspannung (PME) als Verfahren ist leicht erlernbar, in alltäglichen Situationen anwendbar und lässt sich gut mit anderen Übungswegen kombinieren. PME ist Bestandteil der psychosomatischen Grundversorgung und kann die körperliche und seelische Wohlspannung begünstigen.
Körperbewusstheit- die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper. Körpererfahrung- erworbene Erfahrung mit dem eigenen Körper.

…wird oft mit abspannen, Auszeit und Erholung verbunden. Jeder Mensch hat nach seinem „Bauch- und Kopfgefühl“ ein eigenes Bild oder Wort, das er mit Entspannung verbindet. Das Gehirn „denkt“ in Bildern und verknüpft Bild und Wort miteinander. Über diese Vernetzung ist es möglich, ein komplexes, inneres Bild abzurufen, das mit unterschiedlichen Sinnesempfindungen ein her geht. Zum größten Teil stammen die darin enthaltenen Informationen aus real erlebten Situationen, die im Gehirn abgespeichert und gegebenenfalls rekonstruiert werden. Momentan fehlende Bausteine ergänzt das Gehirn. Vereinfacht kann das Gehirn mit einem Computer verglichen werden, der alle Eindrücke aufnimmt und zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Der Weg vom Eindruck zum Bild und vom Bild zum Eindruck ist in beide Richtungen möglich. Viele Menschen atmen tief ein, wenn sie z. B. das Bild einer weitflächigen Landschaft sehen. Für das Gehirn sind Sie in diesem Moment mit Ihren Erfahrungen in der Landschaft. Die Fähigkeit über diese Verknüpfungen Verbindung zum Erleben herzustellen, wird bei den Entspannungsverfahren, sowie bei allen anderen Verfahren, die ich anbiete, genutzt. Durch die Anwendung dieser Methoden kann eine Entspannungstiefe erreicht werden, die sich auf den ganzen Menschen und dessen handeln auswirkt. Die neuen Erfahrungen sind oft mit Lebensleichtigkeit und Lebensfreude verbunden.






Judith Martin

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